

Glückwunsch, Herr Süß! Nach fünf Spieltagen in der Deutschen Tischtennis Liga (DTTL) lautet Ihre Bilanz 10:0.
Süß: Das stimmt. Danke.
Nicht nur Sie stehen 10:0, auch Ihr Klub, Borussia Düsseldorf, hat 10:0 Punkte. Das ist ganz stark ihr Verdienst, Timo Boll hat ja erst ein Einzel bestritten. Droht der DTTL eine langweilige Saison?
Süß: Da am Ende der Saison noch Play-offs gespielt werden, glaube ich das nicht. Langweilig ist die Liga nicht! Im Moment sieht es so aus, dass wir da vorweg marschieren, aber das kann sich schnell ändern. Und um die Play-off-Plätze zeichnet sich ein heißer Kampf ab: Ochsenhausen hat vier Minuspunkte, Frickenhausen auch. Ich glaube, dass es spannend wird.
Es scheint, als ob Sie im Düsseldorfer Trikot derzeit kaum zu schlagen sind – national. In der Champions League allerdings hat es Sie ja kürzlich gegen He Zhi Wen erwischt. Was war da los?
Süß: Naja – in so einem Spiel, wo der Timo dabei ist, bringt man vielleicht mal fünf Prozent weniger. Ich glaube, die Kräfteverteilung bei uns ist im Moment ganz gut.
Bei der EM in Stuttgart gab es für Sie gegen Aleksandar Karakasevic im Einzel ja auch eine Enttäuschung. Ist es tatsächlich so viel schwieriger, international zu spielen, oder sind das nur Einzelfälle?
Süß: Ich sehe das eher als Einzelfälle. In Stuttgart habe ich im ganzen Turnier nur schwer meinen Rhythmus gefunden. Woher das kam, ist auch für mich schwer zu erklären. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es mit Druck oder so zusammen hängt. Wir haben schon genug Druck ausgehalten und bewiesen, dass wir damit umgehen können.
In der Weltrangliste werden Sie an Position 27 geführt. Wie weit, denken Sie, können Sie sich noch nach vorn arbeiten?
Süß: Mittelfristig hoffe ich unter die Top 20 zu kommen. Ich denke, so wie ich im Moment spiele, ist das auch realistisch möglich, nur vielleicht noch nicht in den nächsten paar Monaten. Ich werde aber bei den English Open und den Polish Open mitspielen. Meine Aussichten, mich fürs Pro Tour Finale zu qualifizieren, sind gar nicht so schlecht. Und fürs Europa Top 12 Anfang nächsten Jahres sieht es sogar sehr gut aus. Das wäre dann meine erste Teilnahme und somit auch ein Schritt nach vorn.





