

Sie war da, die Chance auf ein innerdeutsches Halbfinale beim LIEBHERR Weltcup der Herren in Moskau. Der Traum lebte aber da wie dort nur kurz.
Sowohl Deutschlands Nummer 1 (Timo Boll), als auch Deutschlands Nummer 2 (Dimitrij Ovtcharov) sind am Samstag Abend im Viertelfinale des mit 150.000 US-Dollar dotierten Weltcups ausgeschieden.
Zunächst musste Boll (6:11, 6:11, 11:7, 11:8, 8:11, 3:11) die Überlegenheit des chinesischen Weltranglistenzweiten Ma Long anerkennen. Ma Long hatte Freitag in der Vorrunde (3:4 gegen den Koreaner Oh Sang Eun) noch geschwächelt. Am Samstag (4:0 im letzten Vorrundenspiel gegen Kenta Matsudaira und dann beim Erfolg über Boll) war der WM-Dritte von 2009 aber voll da. Nach dem Satzausgleich Bolls zum 2:2 war Ma Long klar am Drücker.
Gleich im Anschluss wurde das zweite DTTB-As zum verfrühten Heimflug verdammt. Dimitrij Ovtcharov kam gegen den genialen Weißrussen Vladimir Samsonov (8:11, 5:11, 8:11, 11:8, 8:11) nur kurzzeitig in Satz Nummer 4 ins Spiel. Dann drehte Samsonov, der vom russischen Publikum groß unterstützt wurde, wieder auf.
Im Semifinale am Sonntag kommt es also (in der unteren Rasterhälfte) zum Duell zwischen Ma Long und Samsonov.
Das zweite Halbfinale bestreiten der chinesische Weltranglisten-Neunte Chen Qi (4:3 nach Abwehr eines Matchballs gegen Europameister Michael Maze) und der Koreaner Oh Sang Eun, der den Griechen Kalinikos Kreanga nach einem 0:2-Satzrückstand mit 4:2 aus dem Turnier warf.
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