

Die Intersport-Arena auf der Linzer Gugl füllt sich langsam, in die Trainingshalle kehrte ab Dienstag Leben ein, die letzten Arbeiten werden Mittwoch und Donnerstag Früh abgeschlossen, die vier Centercourts stehen und ITTF-Competition-Manager Karl Jindrak – 2005 noch Doppel-Europameister an der Seite von Werner Schlager im dänischen Aarhus – macht seinen letzten Rundgang.
Der World Team Cup steht an. Zwölf Herren- und zwölf Damenteams spielen um 300.000 Dollar Preisgeld. Führt an China ein Weg vorbei? Wie stark ist Gastgeber Österreich? Ist Korea notfalls auch ohne einen Ryu Seung Min in Bestform konkurrenzfähig, wenn es gegen die Weltbesten geht? Dienstag klagte Ryu, Olympiasieger von 2004, über starke Magenschmerzen und lag im Bett, während sich seine Teamkollegen Oh Sang Eun und Joo Se Hyuk in der Trainingshalle austobten.
Und: Wie stark ist Deutschland? Besser gesagt, wie stark ist Deutschland ohne Timo Boll, der in Linz nicht im DTTB-Aufgebot steht?
Dimitrij Ovtcharov, Christian Süß, Patrick Baum und Bastian Steger werden von Herren-Bundestrainer Richard Prause ins Rennen geschickt. Dienstag Abend kam es zur letzten Formüberprüfung einiger deutscher (und japanischer) Teamspieler in der deutschen Tischtennis Bundesliga. 3:0 siegte Borussia Düsseldorf gegen Frickenhausen. Timo Boll (3:0 gegen den Schweden Fabian Akerström) sorgte für das rasche 1:0 Düsseldorfs. Dann kam es gleichsam zum Länderspiel zwischen Deutschland und Japan. Ein Match, das zum einen 2:0 (für Düsseldorf) und zum anderen 1:1 ausging, wenn man die Partien zwischen Seiya Kishikawa (Düsseldorf) gegen Bastian Steger (Frickenhausen) bzw. Christian Süss (Düsseldorf) gegen Kenta Matsudaira (Frickenhausen) auch als Länderspiel zwischen Deutschland und Japan interpretiert.
Kishikawa, der in Linz ebenso dabei sein wird, wurde nach seinem 2:11, 11:9, 8:11, 11:8, 11:6 über Steger vom Düsseldorfer Erfolgscoach Dirk Wagner („Kishi hat zum richtigen Zeitpunkt einfach die richtige Taktik gespielt“) gelobt. Und Süss setzte sich gegen Japans Jungstar Kenta Matsudaira (er steht ebenfalls im Linz-Team seiner Mannschaft) 7:11, 12:10, 15:13, 11:5 durch.
Wie es um die Form der Stars der Szene genau bestellt ist, erfährt man zwischen Donnerstag und Sonntag beim World Team Cup in Linz. Für den ist übrigens hoher Besuch angesagt. Adham Sharara, Präsident des Weltverbandes ITTF, ist ebenso angesagt, wie Österreichs höchst tischtennis-affiner Verteidigungs- und Sportminister Norbert Darabos, der bei einem Tischtennis-Duell der deutschen und der österreichischen Parlamentarier wohl eine Bank für österreichische Siege wäre. Norbert Darabos spielt sehr gerne und erstaunlich gut Tischtennis. Und er taucht immer wieder bei internationalen und nationalen "big events" auf. Zuletzt reiste er auch extra für den Finalsonntag der LIEBHERR Europameisterschaft nach Stuttgart an. Nicht zuletzt, um dem mit ihm befreundeten Werner Schlager die Daumen zu drücken.
Weitere Informationen unter www.ittf.com.





