

Vladimir Samsonov zeigte sich bewegt ob der Moskauer Jubelorgie nach seinem Triumph beim LIEBHERR Weltcup der Herren in Moskau. Die Siege über Chinas Asse Ma Long (Semifinale) und Chen Qi (Gruppenspiel und Finale) machten den genialen Weißrussen nicht nur um viele Weltranglistenpunkte, sondern auch um 45.000 US-Dollar reicher.
Jetzt hat Samsonov kurz Zeit durchzuatmen. Weißrussland hat die Qualifikation für den World Team Cup, also für die „closed team world championship“ verpasst. Donnerstag bis Sonntag kommt es in Linz (Österreich) zum Treffen der acht besten Teams der Welt (Herren und Damen). Dazu werden auch die Kontinentalmeister ermittelt. Es geht erneut um sehr viel. Um einen prestigeträchtigen Titel, um Weltranglistenpunkte und um insgesamt 300.000 Dollar Preisgeld. Chinas Herren und Chinas Damen werden es sein, an denen die Teams vorbei müssen, wollen sie an den Jackpot, nach Vorbild von Vladimir Samsonov am letzten Sonntag.
Bei den Herren sind dazu am ehesten Korea, Deutschland (auch ohne Timo Boll), Gastgeber Österreich (mit Werner Schlager), Japan und Hongkong geeignet.
Und bei den Damen? Wer soll Chinas Auswahl mit Guo Yue, Li Xiaoxia, Liu Shiwen und Ding Ning auch nur annähernd gefährden? Oder geht es doch eher um die Plätze dahinter? Oder um den Titel, bestes Team Europas?
Auch Europas Damen-Tischtennis ist fest in der Hand von in China geborenen Spielerinnen. In Abwesenheit von Deutschland, das die Qualifikation für Linz bei der Mannschafts-WM 2008 in Guangzhou verpasst hat, stehen vor allem die Niederlande (mit Li Jiao und Li Jie) in der Pole Position. Österreich baut auf Li Qiangbing und auf Liu Jia, die am Dienstag im Rahmen der Abschluss-Pressekonferenz in einem Linzer Hotel vom besonderen Gefühl sprach, in Österreich für Österreich antreten zu können. Beim Damen-Weltcup in Guangzhou vor einer Woche agierte Liu Jia in sehr guter Form und scheiterte erst im Viertelfinale an Guo Yue.
Gespannt ist man in Linz auf den Auftritt der jungen rumänischen Mannschaft. Daniela Dodean, Elizabeta Samara und Christina Hirici könnte die Zukunft in Europa gehören. Linz? Eine weitere Prüfung auf dem Weg dorthin.
Ebendiese Prüfung und alles, was sonst so von Donnerstag bis Sonntag ablaufen mag, wird vor den Augen einer breiten Öffentlichkeit passieren. Abgesehen vom nationalen Sender ORF, der eine breit angelegte Berichterstattung zugesagt hat, haben sich CCTV 5 (China), Eurosport, Tokio TV, Hongkong Cable, Dubai Sports Channel und viele mehr für Linz angesagt. Und: Der ITTF-Internet-Sender (itTV), der sich weltweit immer größerer Beliebtheit erfreut, ist ab Donnerstag in Linz ebenfalls wieder voll dabei, wenn es heißt: Ball und Tisch frei.
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