

Auch Chinas Tischtennisasse sind nur Menschen. Zu Deutsch: Sie sind schlagbar. Ma Long, Nummer 2 der Weltrangliste, darauf getunt, Chinas Olympiasieger, Weltmeister und Weltranglistenerster von morgen und übermorgen zu werden, startete Freitag mit einem souveränen 4:0 über den Österreicher Werner Schlager in den LIEBHERR Weltcup in Moskau. Zu gleicher Zeit unterlag am Nebentisch Koreas Star Oh Sang Eun dem mit einer ITTF-wild card ausgestatteten Japaner Kenta Matsudaira mit 3:4.
Wenige Stunden später war alles anders und für Samstag ist in der Vorrundengruppe A daher Höchstspannung angesagt. Zunächst zerlegte Werner Schlager Japans Jungstar Kenta Matsudaira nach verlorenem ersten Satz (10:12) nach Strich und Faden (4:1). Dann entwickelte sich zwischen Ma Long und Oh Sang Eun eine wahre Tischtennisschlacht. Oh Sang Eun führte gegen Ma Long sensationell 3:1 in Sätzen und dann 8:5 bzw. 10:8, ehe Ma Long beide Matchbälle abwehren und in weiterer Folge auf 3:3 ausgleichen konnte. In Satz Nummer 7 drehte das As aus China dann ein 5:7 in ein 10:8. Jetzt zitterten aber auch Ma Longs Arme und Beine. Oh Sang Eun machte die vier nächsten Punkte in Folge, sorgte für ein 12:10 und schaffte so die Sensation. Eine Sensation mit Folgen.
Am Samstag geht es jetzt nämlich in den direkten Duellen zwischen Ma Long und Kenta Matsudaira bzw. bei Oh Sang Eun gegen Werner Schlager um den Aufstieg in das Viertelfinale. Nach den Freitag Resultaten kann noch jeder der vier Spieler Gruppenerster und Gruppenletzter werden. Auflösung Samstag Nachmittag.
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