23.10.09 21:36
 
Eklat bei Tschechien gegen Deutschland
Bei den letzten Viertelfinalpaarungen des World Team Cups in Linz waren sowohl die rumänischen Herren, als auch die rumänischen Damen gegen China chancenlos und unterlagen jeweils mit 0:3. Ebenfalls enttäuschend war die Leistung der österreichischen Damenmannschaft, die Singapur deutlich mit 0:3 unterlag. Zu großen Aufregungen kam es bei Tschechien gegen Deutschland....

Dmitrij Prokopcov (Tschechien) / Foto: Agentur Diener

Schlägerkontrolle
Bei der Kontrolle des Schlägers wurde der Schläger der Österreicherin "Susi" Liu Jia als zu dick eingestuft, ein Ersatzschläger musste dienen. Im Eröffnungsmatch wirkte sie völlig von der Rolle und hatte keine Chance auf einen Satzgewinn. Feng Tianwei brachte Singapur mit 1:0 in Führung.
In der zweiten Partie musste sich Li Qiangbing Wang Yue Gu mit 1:3 beugen und konnte sich auch im darauffolgenden Doppel mit Martina Petzner gegen Sun Bei Bei und Wang Yue Gu nicht durchsetzen.

Enttäuschend
Martina Petzner zeigte sich im ORF Interview enttäuscht über die Niederlage: "Es ist schade, dass wir nicht mehr zeigen konnten. Es war auch keine leichte Ausgangssituation, dass Susi (Liu Jia) im ersten Match gleich mit dem Ersatzschläger spielen musste."
"Natürlich sind wir enttäuscht. Wir haben uns mehr erwartet, obwohl man auch die Kirche im Dorf lassen muss. Singapur ist die zweitstärkste Mannschaft der Welt und auch die Herren haben mit Korea einen schweren Viertelfinalgegner erwischt", fügte ÖTTV-Sportdirektor und Chef des Organisationskomitees des World Team Cups Hans Friedinger hinzu. 

China übermächtig
Sowohl Chinas Damen, als auch Chinas Herren konnten einmal mehr ihre Qualitäten unter Beweis stellen. Das Herrennationalteam, bestehend aus Xu Xin, Zhang Jike und Ma Long ließ Rumänien beim 3:0 nicht den Funken einer Chance und beendete das Match sogar ohne Satzverlust. Ähnlich stark präsentierte sich die chinesische Damenmannschaft, die gegen Rumänien nur einen Satz abgab und auch mit einem 3:0 Sieg ins Halbfinale einzog.

Aufregung
Zum Eklat kam es beim Spiel zwischen Tschechien und Deutschland. Dmitrij Prokopcov setzte sich im Auftaktspiel mit einer starken Leistung gegen den Deutschen Christian Süß durch. Im Vorfeld des zweiten Matches zwischen Dimitrij Ovtcharov und Petr Korbel trat Korbel mit demselben Schläger an, der in der Vormittagspartie gegen Brasilien bei der Kontrolle aufgrund der Belagsdicke nicht zugelassen wurde. Schon am Vormittag hatte Korbel mit seinem Ersatzschläger gespielt.
Aufgrund dieses Vergehens wurde nach 20-minütiger Auseinandersetzung die Disqualifikation Korbels beschlossen. Da Korbel auch für das Doppel aufgestellt war, wurden sowohl das Einzel gegen Ovtcharov, als auch das Doppel mit 3:0 für Deutschland gewertet. Der neue Stand hieß daher 2:1 für Deutschland.

Für das vierte Match musste Dmitrij Prokopcov zur Platte, diesmal gegen Patrick Baum, hatte also kaum Spielpause. In einer starken Partie konnte Prokopcov den Deutschen Baum bezwingen. Das Entscheidungsmatch lautete Lubomir Jancarik gegen Dimitrij Ovtcharov. Das packende Spiel konnte der junge Deutsche mit 12:10, 11:9 und 13:11 für sich entscheiden und ebnete so Deutschland den Weg ins Halbfinale.

Halbfinalbegegnungen

Herren
China - Hongkong
Deutschland - Korea

Damen
China - Hongkong
Japan - Singapur

Deutschland ist also die einzige europäische Mannschaft im Turnier und trifft morgen im Halbfinale auf Österreich-Bezwinger Korea. Am Sonntag werden in den Finalspielen die Sieger ermittelt.

Weitere Informationen und alle Resultate finden Sie auf www.ittf.com

 

 

Von: HARALD SÖRÖS