

Auf recht brutale Art und Weise sind für die regierende Einzel-Europameisterin Wu Jiaduo die English Open in Sheffield zu Ende gegangen. Deutschlands Nummer 1 unterlag in Runde zwei Sun Bei Bei aus Singapur mit 0:4, wobei vor allem die Satzergebnisse (7, 1, 6, 3) nicht wirklich schmeichelhaft für Wu Jiaduo wirken.
Für die Topsensation am ersten Hauptrundentag sorgte aber der 23-jährige Portugiese Tiago Apolonia. Gleich in Runde eins nahm er mit dem Chinesen Wang Liqin den dreifachen Einzel-Weltmeister sensationell aus dem Bewerb. 11:5, 5:11, 7:11, 11:8, 9:11, 11:8, 11:6 siegte der bei LIEBHERR Ochsenhausen unter Vertrag stehende Rechtshänder, der sein Glück kaum fassen konnte. „Unfassbar, das ist der größte Erfolg in meiner Karriere. Wang Liqin ist mein großes Vorbild. Er ist immerhin dreifacher Einzel-Weltmeister“, jubelte Apolonia und fügte hinzu: „Natürlich muss ich auch dazu sagen, dass ich überhaupt keinen Druck hatte. Der gesamte Druck lag auf ihm.“
Auch in Runde zwei konnte Apolonia seine Hochform unter Beweis stellen. Gegen Yang Zi (Singapur) zog er durch ein souveränes 4:0 in das samstägige Achtelfinale ein.
Dem Druck, einer Erstrunden-Pleite zu entgehen, gerade noch einmal standgehalten, hat hingegen Ma Lin. Der Einzel- und Mannschafts-Olympiasieger setzte sich gegen den jungen Franzosen Adrien Mattenet (der bei der LIEBHERR Europameisterschaft in Stuttgart noch wegen eines Ermüdungsbruchs gefehlt hatte) mit 4:3 durch.
Souverän durch das bisherige Turnier marschiert ist Europas Nummer 1 Timo Boll. In Runde zwei setzte sich der mehrfache Europameister gegen Japans Jungstar Kenta Matsudaira 4:0 durch. Einen schlechten Tag erlebten am Freitag die Stars aus Korea. Ryu Seung Min (gegen Xu Xin) und Joo Se Hyuk (gegen Joao Monteiro) scheiterten in Runde zwei. Zu diesem Zeitpuntk saß Oh Sang Eun (Erstrunden-Niederlage gegen Andrej Gacina) bereits auf der Tribüne.
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