

Timo Boll hat den Semifinaleinzug bei den English Open in Sheffield verpasst. Deutschlands und Europas Nummer 1 – im Achtelfinale 4:2 Sieger über seinen Düsseldorfer Klubkollegen Christian Süß – rutschte im Viertelfinale gegen den Japaner Seiya Kishikawa, der schon im Achtelfinale mit dem 4:3 Sieg über den Chinesen Chen Qi für eine Topsensation gesorgt hatte, aus.
Auch Seiya Kishikawa ist wie Süß Klubkollege von Timo Boll bei Borussia Düsseldorf und kennt Boll daher sehr gut. Fast zu gut, hatte man Samstag den Eindruck. 3:1 führte Kishikawa in Sätzen, ehe Boll noch einmal alles aus sich heraus kitzelte und das Spiel mit dem Gewinn der nächsten beiden Sätze zu drehen schien. Im 7. Satz führte Boll 2:0, dann machte sein Gegner aber sieben Punkte in Folge (7:2, dann 8:4) – 11:6 gewann Kishikawa den Entscheidungssatz und erreichte damit beim vorletzten Pro Tour Turnier des Jahres das Halbfinale.
Der Halbfinalgegner von Seiya Kishikawa heißt Ma Lin. Der Einzel- und Mannschafts-Olympiasieger aus China hatte in seinem Viertelfinalspiel gegen Chuang Chih-Yuan (China Taipeh) keine nennenswerten Probleme und siegte mit 11:9, 8:11, 11:9, 11:8, 11:7.
Starke Anlaufschwierigkeiten hatte im Viertelfinale hingegen der in Sheffield als Nummer 1 gesetzte Weltranglistenzweite Ma Long aus China. Er gab gegen Japans Nummer 1 Jun Mizutani die ersten beide Sätze ab, kam dann aber in die Gänge und dominierte seinen Gegner gegen Ende des Spiels sogar wieder klar - 12:14, 5:11, 11:8, 11:6, 11:9, 11:5. Ma Long bekommt es Sonntag im Halbfinale mit seinem Landsmann Xu Xin zu tun. Der gab im Duell der Linkshänder gegen Europameister Michael Maze zwar Satz Nummer zwei (3:11) klar ab, hatte den Dänen im Großen und Ganzen aber fest im Griff – 11:3, 3:11, 11:9, 11:6, 11:9.
Im Damen-Einzel-Bewerb sind Europas Damen am Finalsonntag nur mehr unter den Zuschauern. Liu Shiwen (China) – Feng Tianwei (Singapur) bzw. Kim Kyung Ah (Korea) – Guo Yan (China) lauten die Halbfinalpaarungen. Für die einzige Viertelfinal-Überraschung sorgte die koreanische Defensivspielerin Kim Kyung Ah, die dem chinesischen „Wunderkind“ Ding Ning (4:2) den Spaß verderben konnte.
Weitere Informationen und Ergebnisse unter English Open





