

In der European Champions League stolperte Schlagers Verein SVS Niederösterreich jedoch in der Eröffnungsrunde zunächst gegen den französischen Verein Angers, ehe man mit einem hart erkämpften 3:0 gegen San Sebastian wieder gute Aussicht auf ein Weiterkommen hat.
Werner Schlager hat allerdings seinen Fokus und Lebensmittelpunkt verändert. Er konzentriert sich jetzt auf wenige, ausgewählte Bewerbe auf höchstem Niveau, während sein Hauptaugenmerk woanders liegt. „Seit meine Lebensgefährtin schwanger war und nachdem unser Sohn Nick geboren wurde, machte ich eine Pause. Ich kam zurück, jedoch nicht mit demselben Umfang wie zuvor. Ich spielte in der näheren Vergangenheit keine Pro Tour Turniere und konzentrierte mich auf die Champions League sowie die Europameisterschaften“, sagte der Weltmeister von 2003.
Das Fehlen wichtiger Matches beeinflusste seine Performance in Stuttgart nicht. Genau das Gegenteil war der Fall, Werner Schlager zeigte tolle Matches und hochklassiges Tischtennis. Doch sogar bei den Europameisterschaften musste er kalkulieren. „Ich spielte im Teambewerb und nachdem wir die Bronzemedaille gewonnen hatten, trug ich mich mit dem Gedanken, den Einzelbewerb abzusagen und den Fokus auf den Doppelbewerb mit Trinko Keen zu legen. Ich verzichtete sogar auf das letzte Gruppenspiel des Mannschaftsbewerbs gegen Polen, sodass Stefan Fegerl das Match seines Lebens spielen konnte und ich die Möglichkeit hatte, mich ein wenig zu erholen und Kräfte zu sammeln. Es ist gut, dass ich auf Daniel Habesohn und seinen Ratschlag, im Einzelbewerb zu bleiben gehört habe“, sagte der 37-jährige Schlager, der letztendlich in der zweiten Runde des Doppelbewerbs ausschied.
Schlager sagte, er hätte große Zweifel, welchen Bewerb er spielen und welchen er zurückziehen sollte, wenn sein Alter sogar zum Gesprächsthema wird.
„Wenn ich mit Teamkollegen oder anderen Personen sprach, habe ich gehofft, sie würden mir raten, nicht anzutreten“, aber alle sagten immer „Du solltest spielen“. Es ist frustrierend“, scherzte Schlager.
Außerdem merkte der Tischtennisstar an, dass Erfahrung eine große Hilfe sein kann. „Ich muss nicht so viel trainieren, wie früher. Du weißt, was du tun musst und wie du aus Vorbereitung, Match und Körper ein Maximum herausholen kannst, ohne viel zu trainieren oder zu spielen.“
Die Familienverpflichtungen sowie der Tischtennis-Terminkalender sind aber nicht die einzigen Dinge auf Schlagers „To-Do-Liste“. Im kommenden Sommer wird die Werner Schlager Academy ihre Pforten öffnen und viele Experten blicken gespannt den unglaublichen Möglichkeiten entgegen, die dieses Tischtenniszentrum zu bieten haben wird, um die Entwicklung und das Wachstum des Tischtennissports am alten Kontinent voran zu treiben. Nicht weniger als 46 Millionen Euro werden dabei in die Werner Schlager Academy, kurz WSA genannt, investiert. Ab 2010 wird dort rund um die Uhr auf bis zu 40 Tischen Tischtennis gespielt.
Weitere Informationen zur Werner Schlager Academy finden Sie auf www.wernerschlageracademy.com





