

Das Exekutiv-Komitee der ITTF hat reagiert. Nachdem mit den Brazil Open, den Swedish Open und den Russian Open gleich drei Pro Tour-Turniere in diesem Jahr ausgefallen sind, änderte die Führung des Weltverbandes die Qualifikations-Kriterien für die lukrativen Pro Tour Grand Finals, die von 7. bis 10. Januar 2010 in Macao ausgetragen werden. Bislang galt: Neben der nötigen Punktzahl müssen Aktive, die bei den Grand Finals starten wollen, im Rahmen der Pro Tour mindestens bei sechs Turnieren oder auf drei Kontinenten angetreten sein. Um Härtefälle zu vermeiden, hat man die Pflichtquote nun auf fünf statt sechs Turniere (oder drei Kontinente) gesenkt. Und damit hat der Weltranglisten-Erste Wang Hao wieder eine Chance, sich für die Grand Finals zu qualifizieren.
Bislang ist der Weltmeister erst bei drei Pro Tour-Turnieren 2009 gestartet (ausnahmslos in Asien), und nur zwei finden noch statt – beide in Europa. Die English Open (28. Oktober bis 1. November in Sheffield) weisen schon jetzt eine Starterliste wie eine Weltmeisterschaft auf. Unter anderem ist auch Wang Hao gemeldet. Bei den Polish Open, von 25. bis 29. November in Warschau terminiert, könnte der Weltmeister ebenfalls antreten und so die Voraussetzungen für die Startbedingung erfüllen. Für dieses Event hat der chinesische Verband allerdings noch nicht gemeldet.
Für Ma Lin und Wang Liqin, die bislang beide erst vier Starts vorzuweisen hatten, rückt die Qualifikation damit auch deutlich näher. Insgesamt können theoretisch sogar noch neun chinesische Männer den Sprung ins 16-köpfige Starterfeld der Grand Finals in Macao schaffen: Ma Long, Hao Shuai, Wang Hao, Ma Lin, Wang Liqin, Zhang Jike, Xu Xin, Zhang Chao und Chen Qi. Tatsächlich dürften sich Europas größte Hoffnungen Timo Boll, Dimitrj Ovtcharov, Vladimir Samsonov und Christian Süß, die alle recht gute Chancen haben, in Macao dabei zu sein, am Ende aber keiner solchen Großmacht gegenübersehen, sondern einem deutlich kleineren Aufgebot aus dem Reich der Mitte.





