

Werner Schlager war (2003 bei der Weltmeisterschaft in Paris) der letzte Europäer, der China in die Suppe gespuckt hat.
Ryu Seung Min war (2004 bei den Olympischen Spielen in Athen) der letzte Spieler, der die chinesische Mauer zum Einsturz gebracht hat.
Seit damals ging gar nichts mehr für den Rest der (Tischtennis-) Welt. China dominierte die Weltmeisterschaften 2005 (Shanghai), 2006 (Team in Bremen), 2007 (Zagreb), 2008 (Team in Guangzhou) und 2009 (Yokohama). Auch die Olympischen Spiele 2008 in Peking verkamen zur One-Nation-Show Chinas.
Dazu kommen zahlreiche Erfolge auf der Pro Tour, beim Weltcup und die fast schon atemberaubende Dominanz Chinas in den Weltranglisten bei Herren und Damen.
Also gilt es, die Giganten aus China wieder einmal zu fordern. Die nächste Gelegenheit: Der World Team Cup (22.-25. Oktober) in der Intersport-Arena im (ober)österreichischen Linz. Bei der “closed team world championship” gehen elf Teams bei Damen und Herren auf die Jagd nach China und auf die Jagd nach 400.000 US-Dollar Preisgeld.
Bei den Herren gelten Korea (mit Ryu Seung Min) und Deutschland (mit Superstar Timo Boll) als größte Herausforderer, bei den Damen wird am ehesten Singapur zugetraut, Chinas Gigantinnen zu fordern.
Für Gastgeber Österreich sprach Welt- und Europameister Werner Schlager bei einer Pressekonferenz im Casino Linz die Ziele an: “Wenn die besten Spieler der Welt dabei sind, ist das zum einen reizvoll, zum anderen aber auch sportlich entsprechend schwer.” Und Österreichs Nummer 1 präzisierte: “Unser Ziel muss es sein, am Samstag noch dabei zu sein.” Das wäre mit dem Semifinaleinzug gleichzusetzen.
Teilnehmende Nationen:
Herren: China, Südkorea, Hongkong, Japan, Tschechien, China Taipeh, Deutschland, Österreich, Brasilien, Ägypten, Kanada, Australien.
Damen: China, Singapur, Hongkong, Japan, Ungarn, Österreich, Niederlande, Rumänien, Australien, Venezuela, USA, Ägypten.





