

Gäb, während seiner Amtszeit ausgezeichnet mit dem Großen Bundesverdienstkreuz und dem Olympischen Orden, hatte im August 2005 den Vorstandsvorsitz der Stiftung übernommen und war zum 1. Januar 2008 in den Aufsichtsrat gewechselt. Seine reguläre Amtszeit wäre Ende 2010 zu Ende gegangen. Im Deutschen Tischtennis-Bund ist der ehemalige Nationalspieler Ehrenpräsident.
Hubbert: "Gäb hat das neue Gesicht der Sporthilfe geprägt"
Prof. Jürgen Hubbert, Vorsitzender des Stiftungsrats und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, sowie Werner E. Klatten, Vorsitzender des Vorstands, würdigen in einer ersten Erklärung die Arbeit von Gäb für die Sporthilfe: "In seinen vier Jahren an der Spitze der Sporthilfe haben Hans Wilhelm Gäb und seine Mannschaft die Führungsstruktur der Stiftung gestrafft, den Haushalt konsolidiert, ihr mit den Leitbegriffen "Leistung. Fairplay. Miteinander." eine neue gesellschaftspolitische Ausrichtung gegeben, die Marke Sporthilfe neu profiliert und damit der Stiftung neue Ertragsmöglichkeiten erschlossen. Herr Gäb hat damit nach innen und nach außen das neue Gesicht der Sporthilfe geprägt und ihr neue Anerkennung verschafft. Wir respektieren seine persönlichen Gründe für den Rücktritt und werden Hans Wilhelm Gäb auf der kommenden Aufsichtsratsitzung am 9. Juli, die über die Nachfolge entscheiden wird, zur Wahl zum Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats vorschlagen."
Sporthilfe: Glaubwürdigkeit von Botschaft und Botschaftern
"Wenn die Sporthilfe Fortschritte gemacht hat, dann sind sie der jahrelang praktizierten Teamarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat zu verdanken, der Hilfe und dem Rat des Stiftungsrats-Vorsitzenden Professor Jürgen Hubbert sowie der intensiven Management-Unterstützung durch Vorstand Dr. Michael Ilgner und sein Team", hatte Gäb in seinem Brief an das Kuratorium formuliert und seine Rücktrittserklärung mit einem Plädoyer für die Eigenständigkeit der Sporthilfe und die Verteidigung sportlicher Prinzipien beendet: "Für unsere Sportlerinnen und Sportler und für unser Land wird die Stiftung ihren Wert bewahren, wenn sie ihre Unabhängigkeit verteidigt. Und wenn sie auch weiter verinnerlicht, dass ihre wirtschaftlichen Erfolge und ihre Unterstützungswürdigkeit am Ende nur resultieren können aus der Glaubwürdigkeit ihrer Botschaft und ihrer Botschafter - aus einem vorgelebten Einstehen für jene Prinzipien und Ideale des Sports, das sich im Sporthilfe-Eid manifestiert und das Miteinander der Menschen in Wirtschaft und Gesellschaft leichter macht".
Der Sport-Informationsdienst schreibt: "Zu den stets herausragenden Fähigkeiten des früheren deutschen Tischtennismeisters aus Düsseldorf gehören neben dem Einfühlungsvermögen gegenüber Sportlern seine enorme Sozialkompetenz und seine Kreativität bei der Bildung von Verbindungen zwischen Sport, Wirtschaft und Gesellschaft. Hans Wilhelm Gäb war ein Glücksfall und die Idealbesetzung für die Deutsche Sporthilfe, eine außerordentlich prägende Persönlichkeit an der Spitze des Sozialwerkes und deren fünfter Vorsitzender." Gäbs Vorgänger nach Gründer Josef Neckermann (1967 bis 1988) waren Willi Daume (1988 bis 1991), Erich Schumann (1991 bis 1996) und Hans Ludwig Grüschow (1997 bis 2005).





